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Donnerwetter! Sicher bei Gewitter
Erst ein greller Zick-Zack-Streifen am Himmel, dann ein ohrenbetäubendes Grollen. Gewitter sind beeindruckende Naturphänomene, können aber auch gefährlich sein. So verhalten Sie sich richtig bei Blitz und Donner – und befreien sich von übermäßiger Angst. Ein Gewitter entsteht, wenn feucht-warme...
Erst ein greller Zick-Zack-Streifen am Himmel, dann ein ohrenbetäubendes Grollen. Gewitter sind beeindruckende Naturphänomene, können aber auch gefährlich sein. So verhalten Sie sich richtig bei Blitz und Donner – und befreien sich von übermäßiger Angst.
Ein Gewitter entsteht, wenn feucht-warme Luft rasant in kältere Höhen aufsteigt. Besonders häufig passiert dies an schwülen Sommertagen. Anzeichen, dass sich »etwas zusammenbraut«, sind Cumulonimbus-Wolken, die sich in dichten, blau-grauen Massen übereinanderstapeln wie gewaltige Berge. In diesen Wolken baut sich eine starke elektrische Spannung auf, die sich in Form von Blitzen entlädt. Ein Blitz erhitzt die Luft und erzeugt eine hochenergetische Schockwelle, die wir als lauten Knall wahrnehmen. Wie weit ist das Gewitter jetzt noch von uns entfernt?
30-30-Regel
Um die Gefahr eines Unwetters richtig einzuschätzen, hilft die 30-30-Regel: Liegen zwischen Blitz und Donner weniger als 30 Sekunden, sollten Sie schnellstmöglich Schutz suchen – und diesen sicheren Ort erst verlassen, wenn nach dem letzten Aufflackern oder Scheppern am Himmel mindestens 30 Minuten vergangen sind. Kritisch wird’s, wenn es nahezu gleichzeitig blitzt und donnert … Draußen im Freien haben Sie dann besser nichts mehr verloren.
Faradayscher Käfig
Eine Gewitter-Weisheit lautet: »Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen.« Doch darin steckt nur die halbe Wahrheit. Die Baumart ist dem Blitz egal. Er zielt meist auf den höchsten Punkt einer Landschaft, der zudem den geringsten Widerstand bietet. In massiven Häusern hingegen kann Ihnen in der Regel nichts passieren. Haben Sie bei einem aufkommenden Gewitter kein Dach über dem Kopf, weil Sie unterwegs sind, dann ab ins Auto. Im Wagen entsteht ein sogenannter Faradayscher Käfig – er wirkt wie ein Schutzpanzer. Die geschlossene Metallkarosserie leitet den Blitzstrom in den Boden, während Sie im Innenraum unberührt bleiben.
470.000 Blitzeinschläge im Jahr
Die Wucht eines Blitzes ist enorm. Bis zu 300.000 Ampere und Temperaturen von rund 30.000 Grad stecken in ihm. Blitze erzeugen einen Stromschlag sondergleichen und sind heißer als die Sonne. Kein Wunder, dass sie Brände auslösen, zu Elektrizitätsausfällen und manchmal auch Überschwemmungen führen. Laut Statistik kommt es in Deutschland jedes Jahr zu 470.000 Blitzeinschlägen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch vom Blitz getroffen wird, liegt bei 1:200.000 – also deutlich höher, als im Lotto den Jackpot zu knacken. Hierzulande verunglücken jährlich etwa 100 Menschen direkt durch einen Gewitterblitz; vier davon sterben statistisch daran. Respekt vor einem Gewitter zu haben, ist also durchaus berechtigt. Manchen von uns ist aber mehr als mulmig – eine panische Angst ist da.
VR-Brille gegen Astraphobie
Astraphobie, die extreme Furcht vor Blitz und Donner, ist weit verbreitet. Sie ist eine der häufigsten Naturphobien. Betroffene erleben körperliche Symptome wie Herzrasen, Zittern, Schwitzen und Atemnot, sobald sich der Himmel ominös verdunkelt – oder schon im Voraus, wenn ein Gewitter angekündigt ist. Eine solche Phobie schränkt das Leben stark ein. Outdoor-Aktivitäten möchten Astraphobiker möglichst vermeiden und prüfen ständig die Wetter-App. Im Akutfall können Atemübungen helfen: Durch die Nase tief einatmen, den Atem kurz anhalten und langsam durch den Mund ausatmen. Vorbeugend sind Entspannungstechniken wie Yoga oder Progressive Muskelentspannung gute Methoden. Psychologen gehen meist den Weg über die Konfrontationstherapie. Immer öfter kommt dafür Virtual Reality (VR) zum Einsatz. Mithilfe spezieller VR-Brillen werden Gewitterszenarien simuliert – vom leichten Regen bis zu heftigen Blitzen und Donnern. Die Intensität lässt sich schrittweise steigern. Der Vorteil: Alles findet im gesicherten Rahmen statt. Klienten können jederzeit stoppen und nach und nach erkennen, welch beeindruckende Schönheit im Naturphänomen Gewitter steckt.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Kreatives Gehirn: Dann macht’s klick
Stundenlang über ein Problem gegrübelt. Ohne Ergebnis. Doch plötzlich, wenn wir nicht mehr dran denken, ist die Lösung da. Wie entstehen solche Geistesblitze und welche Rahmenbedingungen brauchen sie? So mancher Radiosong ist im Straßencafé entstanden, beim Wäscheaufhängen oder auf der...
Stundenlang über ein Problem gegrübelt. Ohne Ergebnis. Doch plötzlich, wenn wir nicht mehr dran denken, ist die Lösung da. Wie entstehen solche Geistesblitze und welche Rahmenbedingungen brauchen sie?
So mancher Radiosong ist im Straßencafé entstanden, beim Wäscheaufhängen oder auf der Flughafen-Toilette. Viele Musiker haben immer einen Notizblock in der Tasche, um in den skurrilsten Situationen ihre Eingebungen festzuhalten. Ob große Hits oder auch die Antwort auf schwierige Fragen – geniale Einfälle haben wir nicht, weil wir sie uns vornehmen, sie folgen einem ganz eigenen Plan.
Kognitiver Sprung
Bestimmt kennen Sie das: Angestrengt nachgedacht und trotzdem keinen Schritt weitergekommen. Kein Wunder. Unser kreatives Gehirn blockiert, wenn wir uns den Kopf zerbrechen. Es braucht Freiraum. Geistesblitze kommen uns also nicht dann, wenn wir sie am dringendsten brauchen – sondern später. Wir müssen erst aufhören zu grübeln, dann macht’s »klick«. Neurowissenschaftler wissen inzwischen, warum das so ist. Sie sprechen vom »kognitiven Sprung«.
Aha-Moment
Mithilfe der Elektroenzephalografie (EEG), die die Hirnaktivität misst, konnten Forscher der Northwestern University zeigen, was kurz vor einem Aha-Moment in unserem Oberstübchen passiert. Dann fällt die Aktivität in unserer linken Hirnhälfte ab, die für Logik und Rationalität zuständig ist. Stattdessen feuern die Neuronen in der rechten Hemisphäre. Dort findet unser vernetztes Denken statt. Das Gehirn wechselt also vom analytischen in den assoziativen Modus. In dem Moment, wenn es Informationen nicht mehr in alle Einzelteile zerlegt, sondern sie miteinander verknüpft, löst sich der Knoten und tiefe Erkenntnisse sind möglich. Nur wie kommen wir dahin?
Mit dem Kopf in den Wolken
Voraussetzung ist: Der Kopf hat mal Pause. Gönnen wir uns also mehr Tagträume und schalten einfach mal ab. Beim sogenannten »Mind Wandering«, wenn Gedanken auf ziellose Wanderschaft gehen, aktivieren sie unser Default Mode Network, zu Deutsch Ruhezustandsnetzwerk. Es verbindet beide Hirnhälften miteinander, ermöglicht Innenschau und die Fähigkeit zur Selbstreflexion. In diesem tranceartigen Zustand passiert’s: Geistesblitze entstehen wie aus heiterem Himmel. Und sie machen glücklich, weil das Gehirn als Antwort darauf Dopamin ausschüttet, ein Hormon, das in Hochstimmung versetzt.
Sie möchten öfter abschweifen und zündende Ideen haben? Dann schaffen Sie dafür die idealen Bedingungen.
So fördern Sie Geistesblitze
- Langeweile: Lassen Sie Leerlauf zu. Denn aus der Ruhe sprudeln die Inspirationen heraus – Reizüberflutung erstickt sie nur.
- Pause heißt Pause: Füllen Sie nicht jede freie Minute mit vermeintlich Sinnvollem. Einfach mal nichts tun. Haben die Gedanken freien Lauf, kann die Seele baumeln – und Kreatives kreieren.
- Annehmen, was kommt: Manchmal erscheinen uns Einfälle unlogisch oder seltsam. Das Unterbewusstsein spricht nun mal in Bildern und Symbolen zu uns. Lassen Sie sie wirken, bis sie zum Aha-Erlebnis werden.
- Geistesfunken sind flüchtig. Daher notieren Sie sich Ihre Eingebungen – immer und überall.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Sturzprävention – besser in Balance
Wer aktiv ist, in Bewegung bleibt und Stolperfallen beseitigt, reduziert sein Sturzrisiko enorm. Die besten Tipps und Übungen haben wir hier für Sie. Jeder dritte über 65-Jährige stürzt mindestens einmal im Jahr – in den eigenen vier Wänden oder draußen....
Wer aktiv ist, in Bewegung bleibt und Stolperfallen beseitigt, reduziert sein Sturzrisiko enorm. Die besten Tipps und Übungen haben wir hier für Sie.
Jeder dritte über 65-Jährige stürzt mindestens einmal im Jahr – in den eigenen vier Wänden oder draußen. Die meisten kommen mit leichten Blessuren davon. Doch in einigen Fällen kann ein Sturz auch schwerwiegende Folgen haben: Knochenbrüche, etwa des Oberschenkelhalses, Platzwunden und Kopfverletzungen erhöhen das Risiko, plötzlich pflegebedürftig zu werden. Daher mindern Sie die Gefahr – mit einer Kombination aus Kraft- und Gleichgewichtstraining, Maßnahmen für ein sicheres Zuhause und medizinischer Vorsorge.
Täglich trainieren
Wer Angst hat zu fallen, bewegt sich weniger. Das ist verständlich, aber grundverkehrt. Denn wenn Sie überwiegend sitzen, verlieren Sie Muskelmasse, im Gehen werden Sie wackeliger und der Gleichgewichtssinn verkümmert. So begünstigen Sie Stürze, statt sie zu vermeiden. Deshalb ist Aktivität das A und O. Tägliche Spaziergänge an der frischen Luft kurbeln Ihren Kreislauf an und wecken Ihre Sinne. Je wacher der Geist, desto eher vermeiden Sie Missgeschicke.
Ganz gezielt an Ihrer Balance arbeiten Sie, wenn Sie regelmäßig zum Tanztreff gehen oder sich zum Tai Chi anmelden. Indem Sie Schrittfolgen und Positionen einstudieren, halten Sie sich geistig und körperlich fit. Ihre Krankenkasse kann Ihnen Sportvereine, Fitness- und Gesundheitsstudios empfehlen, die Kurse zur Sturzprävention anbieten. Wichtig ist, dass Sie am Ball bleiben und auch zu Hause trainieren. Ob Kniebeugen, Einbeinstand, Rückwärtsgehen, Treppensteigen, Armkreisen oder leichte Hanteln stemmen – schon einfache Übungen können viel bewirken. Ein Physiotherapeut zeigt Ihnen außerdem, wie Sie richtig reagieren, sollten Sie tatsächlich einmal das Gleichgewicht verlieren.
Stabilität statt Stolperfallen
Denn wie schnell ist es passiert: gestolpert, ausgerutscht oder hängengeblieben. Räumen Sie Fallstricke aus dem Weg – für mehr Sicherheit innerhalb und außerhalb Ihrer Wohnung:
Im Badezimmer müssen Bodenfliesen, Dusche und Badewanne rutschfest sein. Duschhocker und Haltegriffe bieten Ihnen stabile Stützen.
An Treppen und in langen Fluren verschaffen Ihnen Handläufe Sicherheit beim Laufen. Bewegungsmelder verhindern, dass Sie nachts im Dunkeln zur Toilette tappen müssen.
Für alle Zimmer gilt: Stolperfallen wie hochstehende Teppichkanten oder herumliegende Kabel gehören beseitigt. Achten Sie darauf, dass Ihnen weder Möbelstücke noch Blumenkübel den Weg versperren.
Balkon, Terrasse und Garten sind häufig nur über hohe Türschwellen oder Treppenstufen zu erreichen. Lassen Sie sich von Profis helfen, um solche Höhenunterschiede auszugleichen und barrierefrei zu gestalten.
Hausschuhe mit fester Sohle tragen Sie sicher durch die Wohnung. Falls nötig, nehmen Sie eine Gehhilfe zur Unterstützung. Brille und Hörgerät nutzen Sie sicherheitshalber auch zu Hause.
Manche Medikamente, zum Beispiel Blutdrucksenker oder Beruhigungsmittel, können Schwindel auslösen oder müde machen. Solche Nebenwirkungen beeinträchtigen das Reaktionsvermögen und erhöhen so womöglich Ihr Sturzrisiko. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Vielleicht kann er Ihnen ein alternatives Präparat verschreiben. Auch das Team in Ihrer Vor-Ort-Apotheke berät Sie gerne.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Wenn Urin unangenehm riecht
Ein veränderter Uringeruch kann verunsichern und ist vielen Menschen unangenehm. Dabei steckt nicht immer eine Erkrankung dahinter. Häufig verändert sich der Geruch des Urins vorübergehend durch die Trinkmenge, Ernährung oder bestimmte Medikamente. Wichtig ist jedoch: Wenn der unangenehme Geruch anhält...
Ein veränderter Uringeruch kann verunsichern und ist vielen Menschen unangenehm. Dabei steckt nicht immer eine Erkrankung dahinter. Häufig verändert sich der Geruch des Urins vorübergehend durch die Trinkmenge, Ernährung oder bestimmte Medikamente. Wichtig ist jedoch: Wenn der unangenehme Geruch anhält oder weitere Beschwerden dazukommen, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Häufig harmlose Ursachen
Urin besteht überwiegend aus Wasser. Zusätzlich enthält er Stoffwechselprodukte, Salze und Substanzen, die der Körper ausscheidet. Ist der Urin stark konzentriert, kann er intensiver riechen. Das passiert zum Beispiel, wenn zu wenig getrunken wurde, nach starkem Schwitzen oder bei Flüssigkeitsverlust.
Auch Lebensmittel und Getränke können den Geruch beeinflussen. Bekannt ist dies unter anderem nach Spargel, Kaffee, Alkohol oder stark gewürzten Speisen. In solchen Fällen normalisiert sich der Geruch meist innerhalb kurzer Zeit wieder.
Mögliche harmlose Auslöser sind:
- zu geringe Trinkmenge,
- starkes Schwitzen oder Flüssigkeitsverlust,
- bestimmte Lebensmittel,
- Kaffee oder Alkohol,
- Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel.
Uringeruch allein beweist keinen Infekt
Viele Menschen denken bei unangenehm riechendem Urin sofort an eine Blasenentzündung. Tatsächlich ist Uringeruch allein aber kein sicherer Hinweis auf einen Harnwegsinfekt. Entscheidend sind die Begleitsymptome. Typisch für einen Infekt können Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, Schmerzen im Unterbauch, trüber Urin oder ein allgemeines Krankheitsgefühl sein.
Bei Männern sollte ein Verdacht auf Harnwegsinfekt besonders sorgfältig abgeklärt werden. Hier können auch die Prostata, Restharnbildung oder andere urologische Ursachen eine Rolle spielen.
Wenn der Geruch süßlich oder fruchtig ist
Ein süßlicher oder fruchtiger Uringeruch kann in seltenen Fällen auf Stoffwechselveränderungen hinweisen. Das gilt besonders, wenn zusätzlich starker Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit oder ungewollter Gewichtsverlust auftreten. Dann sollte auch an Erkrankungen wie Diabetes oder eine Stoffwechselentgleisung gedacht werden.
Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
Eine urologische Untersuchung ist sinnvoll, wenn der unangenehme Geruch mehrere Tage anhält oder weitere Beschwerden auftreten. Dazu gehören:
- Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen,
- häufiger oder plötzlicher Harndrang,
- Schmerzen im Unterbauch, Rücken oder in der Flanke,
- Fieber oder deutliches Krankheitsgefühl,
- sichtbares Blut im Urin.
Besonders sichtbares Blut im Urin sollte immer ärztlich abgeklärt werden – auch dann, wenn keine Schmerzen bestehen.
In der urologischen Praxis kann eine Urinuntersuchung schnell erste Hinweise geben. Je nach Befund können weitere Untersuchungen sinnvoll sein. Wichtig ist: Ein veränderter Uringeruch ist kein Grund zur Scham. Meist ist die Ursache harmlos, aber wenn Beschwerden dazukommen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Zähne und Schwangerschaft
In der Schwangerschaft verändert sich nicht nur der Körper sichtbar. Auch im Mund können sich neue Beschwerden bemerkbar machen. Manche werdenden Mütter stellen fest, dass ihr Zahnfleisch schneller blutet, empfindlicher reagiert oder leicht anschwillt. Andere bemerken einen veränderten Geschmack, mehr...
In der Schwangerschaft verändert sich nicht nur der Körper sichtbar. Auch im Mund können sich neue Beschwerden bemerkbar machen.
Manche werdenden Mütter stellen fest, dass ihr Zahnfleisch schneller blutet, empfindlicher reagiert oder leicht anschwillt. Andere bemerken einen veränderten Geschmack, mehr Mundtrockenheit oder Probleme durch Übelkeit. Diese Veränderungen hängen vor allem mit dem Hormonhaushalt zusammen, der während der Schwangerschaft stark umgestellt wird.
Warum das Zahnfleisch jetzt sensibler reagieren kann
Die Hormone Östrogen und Progesteron steigen in der Schwangerschaft deutlich an. Dadurch wird das Zahnfleisch stärker durchblutet und das Gewebe kann weicher und empfindlicher wirken. Gleichzeitig reagiert der Körper auf bakterielle Beläge im Mund oft intensiver als sonst. Schon kleinere Mengen Plaque können deshalb ausreichen, um das Zahnfleisch zu reizen.
Eine typische Folge ist die sogenannte Schwangerschaftsgingivitis. Damit ist eine Zahnfleischentzündung gemeint, die während der Schwangerschaft verstärkt auftreten kann. Mögliche Anzeichen sind:
- Zahnfleischbluten beim Putzen oder bei der Reinigung der Zahnzwischenräume,
- gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch,
- empfindliche Stellen am Zahnfleischrand,
- Mundgeruch,
- ein Druck- oder Spannungsgefühl im Mund.
Wichtig ist: Die Schwangerschaft allein macht das Zahnfleisch nicht krank. Meist spielen bakterielle Beläge die entscheidende Rolle. Werden diese nicht regelmäßig entfernt, kann sich die Entzündung verstärken. Aus einer unbehandelten Gingivitis kann sich im weiteren Verlauf eine Parodontitis entwickeln. Diese betrifft nicht nur das Zahnfleisch, sondern den gesamten Zahnhalteapparat. Zudem wird Parodontitis mit Schwangerschaftskomplikationen wie Frühgeburten oder einem geringeren Geburtsgewicht in Verbindung gebracht.
Wenn Übelkeit den Zahnschmelz belastet
Gerade in den ersten Schwangerschaftsmonaten leiden viele Frauen unter Übelkeit oder Erbrechen. Dabei kommt Magensäure mit den Zähnen in Kontakt. Diese Säure kann den Zahnschmelz angreifen und sogenannte Erosionen begünstigen. Anders als bei Karies sind dabei nicht Bakterien der Auslöser, sondern die direkte Säureeinwirkung.
Nach dem Erbrechen sollte der Mund zunächst mit Wasser ausgespült werden. Auch eine fluoridhaltige Mundspülung kann sinnvoll sein. Mit dem Zähneputzen sollte man etwa 30 Minuten warten, damit der Zahnschmelz nicht zusätzlich mechanisch belastet wird.
Ernährung und Zahnpflege im Alltag
Häufige kleine Mahlzeiten, Heißhunger auf Süßes oder säurehaltige Getränke können die Zähne zusätzlich beanspruchen. Deshalb lohnt es sich, in der Schwangerschaft besonders bewusst auf zahngesunde Gewohnheiten zu achten.
Hilfreich sind:
- Wasser oder ungesüßter Tee als Hauptgetränke,
- zuckerarme Zwischenmahlzeiten,
- kalziumreiche Lebensmittel wie Milchprodukte, grünes Gemüse oder Nüsse,
- fluoridhaltige Zahnpasta,
- säurehaltige Speisen und Getränke nicht ständig über den Tag verteilt.
Wer durch Übelkeit Schwierigkeiten beim Zähneputzen hat, kann eine kleinere Zahnbürste oder eine mild schmeckende Zahnpasta ausprobieren. Auch die Reinigung der Zahnzwischenräume bleibt wichtig, da sich dort besonders leicht Beläge ansammeln.
Zahnärztliche Begleitung während der Schwangerschaft
Zahnärztliche Kontrollen sind in der Schwangerschaft eine sinnvolle Unterstützung. Dabei können Zahnfleischentzündungen, Karies oder andere Veränderungen früh erkannt werden. Außerdem erhalten Schwangere individuelle Tipps zur Mundpflege, Ernährung und zum Umgang mit Übelkeit.
Auch eine Professionelle Zahnreinigung kann hilfreich sein. Dabei werden Plaque und Zahnstein gründlich entfernt, sodass das Zahnfleisch entlastet und die Bakterienmenge im Mund reduziert wird. Besonders bei Zahnfleischbluten, Schwellungen oder Schmerzen sollte nicht bis nach der Geburt gewartet werden.
Mit guter Mundhygiene, angepasster Ernährung und regelmäßiger zahnärztlicher Betreuung lassen sich viele Beschwerden gut vorbeugen. So bleiben Zähne und Zahnfleisch auch während der Schwangerschaft möglichst gesund.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Clever packen für kleine Notfälle
Sonne auf der Nase, Sand zwischen den Zehen, endlich abschalten – und plötzlich zwickt der Bauch, der Kopf pocht oder das Knie ist aufgeschürft. Spätestens dann zeigt sich, warum eine gut gepackte Reiseapotheke so wichtig ist. Was wirklich mitreisen sollte,...
Sonne auf der Nase, Sand zwischen den Zehen, endlich abschalten – und plötzlich zwickt der Bauch, der Kopf pocht oder das Knie ist aufgeschürft. Spätestens dann zeigt sich, warum eine gut gepackte Reiseapotheke so wichtig ist. Was wirklich mitreisen sollte, entscheidet sich nach Reiseziel, Klima und Reiseart.
Die Grundausstattung
Ganz oben auf die Liste gehören persönliche Dauermedikamente, in ausreichender Menge und am besten mit etwas Reserve. Verspätete Flüge oder spontane Reiseverlängerungen kommen öfter vor als gedacht. Sinnvoll sind außerdem Schmerz- und Fiebermittel, Mittel gegen Durchfall und Übelkeit, Wunddesinfektion, Pflaster sowie Verbandsmaterial. Auch Allergiemittel, Nasenspray, Halstabletten oder Hilfe gegen juckende Insektenstiche können unterwegs wichtig werden.
Wenn der Bauch rebelliert
Gerade bei Magen-Darm-Problemen zählt vor allem eins: trinken! Durchfall kann den Körper schnell austrocknen. Deshalb gehören orale Elektrolytlösungen unbedingt ins Gepäck, besonders bei Kindern und älteren Menschen. Sie gleichen wichtige Mineralstoffe wieder aus und helfen dem Körper, schneller in Balance zu kommen.
Kleine Urlauber, eigene Regeln
Mit Kindern reist automatisch eine etwas andere Apotheke mit. Fieberthermometer, altersgerechte Schmerzmittel, kindgerechter Sonnen- und Mückenschutz und Elektrolytlösungen sollten griffbereit sein. Wichtig: Medikamente für Erwachsene eignen sich nicht automatisch für Kinder. Dosierungen richten sich immer nach Alter und Gewicht. Und noch ein Sommerdetail: Zäpfchen können bei großer Hitze weich werden. Säfte oder Tropfen sind unterwegs oft praktischer.
Fernweh mit Vorbereitung
Fernreisen brauchen meist etwas mehr Vorbereitung. Je nach Reiseziel spielen Impfungen, Mückenschutz oder Malariavorsorge eine Rolle. Auch bei Trekkingtouren im Hochgebirge gilt: langsam aufsteigen statt übermütig loszustürmen. Spezielle Medikamente gegen Höhenkrankheit gehören nicht automatisch in jede Reiseapotheke, sondern nur nach ärztlicher Beratung.
Hitze? Lieber nicht
Während wir Sonne lieben, reagieren viele Arzneimittel empfindlich auf Hitze. Auto, Strandtasche oder sonniges Fensterbrett bekommen Tabletten und Tropfen oft nicht gut. Die meisten Medikamente fühlen sich bei Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad am wohlsten. Kühlpflichtige Mittel brauchen besondere Aufmerksamkeit. Sie müssen zwar kühl bleiben, dürfen aber nicht einfrieren. Eisakkus direkt an empfindliche Medikamente zu legen, ist deshalb keine gute Idee.
Wichtig für Flugreisen
Rezeptpflichtige Medikamente reisen am besten in ihrer Originalverpackung mit Beipackzettel. Bei Flugreisen gehört ein Teil der wichtigsten Arzneien ins Handgepäck. Für bestimmte Medikamente, etwa Betäubungsmittel, gelten im Ausland besondere Regeln und Bescheinigungen. Wer rechtzeitig nachfragt, spart sich unangenehme Überraschungen am Zoll.
Mini-Checkliste für die Reiseapotheke
• Dauermedikamente
• Schmerz- und Fiebermittel
• Elektrolytlösung
• Mittel gegen Übelkeit und Durchfall
• Pflaster und Wunddesinfektion
• Sonnen- und Insektenschutz
• Allergiemittel
• Fieberthermometer
• Wichtige Medikamente ins Handgepäck
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Sonnenschutz für die Augen
Sonnenbrillen sind mehr als ein Modeaccessoire. Sie schützen Ihre Augen vor schädlicher UV-Strahlung – vorausgesetzt, die Qualität stimmt. Grelles Sonnenlicht ist für die Augen nicht nur unangenehm. Es kann unsere empfindlichen Gucker reizen, zu Bindehautentzündungen oder entzündeten Lidern führen. Auf...
Sonnenbrillen sind mehr als ein Modeaccessoire. Sie schützen Ihre Augen vor schädlicher UV-Strahlung – vorausgesetzt, die Qualität stimmt.
Grelles Sonnenlicht ist für die Augen nicht nur unangenehm. Es kann unsere empfindlichen Gucker reizen, zu Bindehautentzündungen oder entzündeten Lidern führen. Auf lange Sicht hinterlässt die UV-Strahlung womöglich sogar bleibende Schäden an Hornhaut, Linse und Netzhaut. Augen, die viel der prallen Sonne ausgesetzt sind, haben zudem ein erhöhtes Risiko für Grauen Star oder eine Makuladegeneration. Denn ähnlich wie die Haut »merken« sich auch die Augen jeden Sonnenschaden und altern schneller, je mehr Sonne sie sehen. Eine gute Sonnenbrille ist deshalb kein Luxus, sondern aktive Augenpflege. Sie bewahrt nicht nur vor zahlreichen Augenerkrankungen – als angenehmer Nebeneffekt hilft sie auch, Blinzelfältchen zu vermeiden. Auch Kinder sollten bei starker Sonneneinstrahlung unbedingt eine Sonnenbrille tragen.
Sonnenbrille mit UV-Filter
Eine Sonnenbrille schützt nur dann zuverlässig, wenn sie mit einem UV-Filter ausgestattet ist. Dunkle Gläser allein bieten keinen Schutz vor UV-Strahlung. Im Gegenteil: Hinter getönten Gläsern ohne UV-Filter weiten sich die Pupillen, und die schädlichen Strahlen gelangen ungehindert ins Augeninnere. Entscheidend ist eine spezielle»Schutzausrüstung« im Glas, die mit bloßem Auge nicht erkennbar ist – und mit der Tönung nichts zu tun hat.
Achten Sie auf Gütezeichen
Beim Kauf sollten Sie auf zwei Kennzeichnungen achten: Das Zeichen »UV 400« bedeutet, dass alle UV-Strahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern – also praktisch das gesamte UV-Spektrum – gefiltert werden. Das »CE«-Zeichen bestätigt, dass die Brille den europäischen Qualitätsstandards entspricht. Fehlen diese Angaben, sollten Sie besser die Finger davonlassen. Ebenfalls wichtig ist eine gute Passform: Sie schützt auch seitlich vor einfallendem Licht.
Kontaktlinsen plus Brille
Wer Kontaktlinsen trägt, ist nicht automatisch geschützt. Selbst Kontaktlinsen mit UV-Filter bieten nur einen begrenzten Schutz, da nicht die gesamte Augenoberfläche bedeckt wird. Nur ein Brillenglas mit UV-Schutz kann die Augen optimal schützen. Zusätzlich zu Kontaktlinsen tragen Sie deshalb im Freien lieber noch eine gute Sonnenbrille.
Am Wasser und in den Bergen
Menschen mit bestehenden Augenproblemen – etwa einem Grauen Star oder einer Makuladegeneration – sind besonders UV-empfindlich. Gleiches gilt für alle, die Medikamente einnehmen, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Und wenn Sie ins Gebirge oder ans Meer fahren, ist ebenfalls besondere Vorsicht geboten: Schnee und Wasser reflektieren das Sonnenlicht und verstärken die UV-Belastung. Die Sonnenbrille ist hier ein absolutes Muss.
Angenehme Extras
Sehr komfortabel sind sogenannte polarisierende Gläser. Sie bieten nicht nur einen guten UV-Schutz, sondern reduzieren auch störende Blendeffekte, zum Beispiel auf der Wasseroberfläche. Bewährt haben sich auch selbsttönende Gläser, die sich automatisch den Lichtverhältnissen anpassen. Bitte beachten Sie hier aber, dass diese für Autofahrer weniger geeignet sind. Der Grund lautet: Selbsttönende Gläser reagieren nur auf direkte UV-Strahlung und können hinter einer Windschutzscheibe kaum abdunkeln.
Qualität aus Ihrer Apotheke
Ja, in Ihrer Vor-Ort-Apotheke bekommen Sie sogar Ihre Sonnenbrille, ebenso natürlich bei Ihrem Optiker. Und diese Modelle – anders als Billigbrillen vom Wühltisch – entsprechen den strengen Normen, haben eine CE-Kennzeichnung und bieten daher verlässlich geprüften UV-Schutz. Sie garantieren Blendschutz auf höchstem Niveau – was für eine Wohltat für die Augen. Welche Filterkategorie für Sie am besten geeignet ist, dazu berät Sie gern das Apothekenteam. Ihr Optiker kann zudem prüfen, ob Ihre alte Sonnenbrille noch ausreichend schützt.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Schwimmen – gut fürs Herz
Im Freibad, Pool, See oder Meer – Schwimmen ist das perfekte Ganzkörper-Training und tut speziell Herz und Kreislauf gut. Allerdings sollten Senioren und Herzpatienten ein paar Dinge beachten. Ein kleiner Schwimmkurs. Ausdauersport ist gesund, insbesondere regelmäßiges Schwimmen – da sind...
Im Freibad, Pool, See oder Meer – Schwimmen ist das perfekte Ganzkörper-Training und tut speziell Herz und Kreislauf gut. Allerdings sollten Senioren und Herzpatienten ein paar Dinge beachten. Ein kleiner Schwimmkurs.
Ausdauersport ist gesund, insbesondere regelmäßiges Schwimmen – da sind sich zahlreiche Studien einig! Es trainiert den Körper schonend und dennoch effektiv, und es kennt keine Altersgrenze. Wer an Land nicht mehr so mobil ist, kann sich im Wasser unbeschwerter und schmerzfreier bewegen. Der Auftrieb reduziert das Körpergewicht, entlastet Rücken und Gelenke. Durchblutung, Herz und Kreislauf kommen in Schwung, also auch die perfekte Fitness für Menschen mit kardiologischen Problemen. Wir sagen, welche Vorteile das Schwimmen genau bringt und was zu beachten ist.
Sanftes Kardio-Training
Der Wasserdruck wirkt auf die Gefäße in Armen und Beinen, wodurch das Blut in Richtung Körpermitte zum Herzen gedrängt wird. Dadurch muss das Herz stärker pumpen und wird trainiert. Schwimmen verbessert auch das Lungenvolumen, weil der Wasserdruck auf den Brustkorb eine tiefere Atmung erfordert. Das ist entscheidend, da Herz und Lunge im Team arbeiten. Klingt erst mal ein wenig anstrengend, hat aber einen tollen Trainingseffekt. Zudem gehen zwei Herz-Kreislaufrisiken – Stress und Übergewicht – gleich mit baden. Allerdings: Bevor Senioren oder Herzpatienten starten, sollte der Arzt grünes Licht geben!
Langsamer Einstieg
Auch wenn es von ärztlicher Seite keine Einwände gibt, sollten Sie es langsam angehen lassen. Anfänglich kann es zu Komplikationen kommen, etwa Schwindel oder Luftnot beim Ein- und Ausstieg aus dem Wasser. Ein paar Vorsichtsmaßnahmen sind dann hilfreich: Nicht vom Beckenrand ins Wasser springen oder gleich losschwimmen. Langsam ins Becken ein- und aussteigen, damit der Körper sich an die Druckverhältnisse gewöhnen kann. Ideal sind Becken und Gewässer mit flachem Einstiegsbereich, um erst mal ein paar Schritte zu laufen. Auch sollte das Wasser nicht zu kalt sein. Die ideale Temperatur fürs Seniorenschwimmen liegt zwischen 24 und 26 Grad, für Aquafitness sollte das Wasser etwa zwei Grad wärmer sein.
Tempo und Timing
Um das Herz zu stärken, sind keine Höchstleistungen erforderlich – im Gegenteil. Moderate und gleichmäßige Bewegungen im Wasser bringen den besten Trainingseffekt. Gut geeignet sind Brust- und Rückenschwimmen, am besten im Wechsel. Dabei sollte sich der Körper möglichst flach und nah unter der Wasseroberfläche befinden. Wichtig: Beim Brustschwimmen nicht den Kopf krampfhaft aus dem Wasser recken, sondern bei jedem Zug ein wenig eintauchen. Mit kurzen Einheiten und Pausen dazwischen beginnen, langfristig sind zwei bis drei Schwimmeinheiten von je 20 bis 30 Minuten pro Woche ideal. Das Tempo wählen Sie frei, ganz nach Lust und Tagesform.
Sicher in die Fluten
Ob in der Halle oder draußen – Badeschuhe sind Pflicht! Auch sollten Senioren und herzerkrankte Menschen nie allein schwimmen, weder in öffentlichen Bädern und schon gar nicht im See oder Meer. Nutzen Sie die Kursangebote für Senioren, die es in nahezu jedem öffentlichen Bad gibt. So gehen Sie auf Nummer sicher, auch was die Intensität des Trainings angeht – und in Gesellschaft macht’s sowieso mehr Spaß!
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Auf Reisen: Mit freien Ohren unterwegs
Ob im Flugzeug oder in den Bergen – plötzlich fühlen sich die Ohren »dicht« an. Warum ist das so und wie gleichen Sie diesen Druck sanft wieder aus? Plötzlich klingt alles wie durch Watte. Stimmen wirken entfernt, manchmal kommt ein...
Ob im Flugzeug oder in den Bergen – plötzlich fühlen sich die Ohren »dicht« an. Warum ist das so und wie gleichen Sie diesen Druck sanft wieder aus?
Plötzlich klingt alles wie durch Watte. Stimmen wirken entfernt, manchmal kommt ein Pfeifen hinzu, gelegentlich auch ein stechender Schmerz. Diesen Zustand kennen viele von uns: beim Start oder bei der Landung im Flugzeug, aber auch auf kurvigen Bergstraßen. Meist verschwinden die Beschwerden schnell von ganz allein. Doch was steckt dahinter?
Sensibles Gleichgewicht im Ohr
Damit wir gut hören können, muss der Druck im Ohr ausgeglichen sein. Auf beiden Seiten des Trommelfells sollte derselbe Luftdruck herrschen. Dafür sorgt die sogenannte Eustachische Röhre. Sie verbindet das Mittelohr mit dem Nasen-Rachen-Raum und öffnet sich beim Schlucken oder Gähnen. Kommt es jedoch zu schnellen Druckveränderungen – etwa beim Fliegen –, gerät dieses Gleichgewicht durcheinander. Die Eustachische Röhre schafft es nicht sofort, den Druck anzupassen.
Reisen geht auf die Ohren
Vor allem beim Start und bei der Landung im Flugzeug verändert sich der Luftdruck innerhalb kurzer Zeit. Auch bei Fahrten in alpine Höhenlagen passiert Ähnliches – wenn auch langsamer. Ist die Schleimhaut im Nasen-Rachen-Raum zusätzlich gereizt, etwa durch eine Erkältung, funktioniert der Druckausgleich noch schlechter.
Kleine Helfer für den Druckausgleich
Oft genügt es, den Körper bei seiner Arbeit zu unterstützen: Kaugummi kauen, Bonbons lutschen oder Wasser trinken regen den Schluckreflex an. Auch bewusstes Gähnen kann helfen. Eine bewährte Methode ist das sogenannte Valsalva-Manöver: Dabei halten Sie sich die Nase zu, schließen den Mund und versuchen vorsichtig auszuatmen. Häufig folgt ein leises »Plopp« und das Ohr ist wieder frei.
Unterstützung aus der Apotheke
Bei Bedarf kann auch die Apotheke helfen. Abschwellende Nasensprays sorgen dafür, dass die Schleimhäute frei werden und der Druckausgleich leichter gelingt. Spezielle Flugohrstöpsel dämpfen Druckschwankungen ab und geben dem Mittelohr mehr Zeit, sich anzupassen. Sie werden einfach vor dem Start eingesetzt.
Ein Fall für den HNO?
In den meisten Fällen verschwinden die Beschwerden nach kurzer Zeit. Bleibt das Gefühl jedoch über Stunden oder Tage bestehen, sollten Sie eine HNO-Praxis aufsuchen. Mögliche Ursachen sind eine anhaltende Belüftungsstörung des Ohres oder – seltener – eine Verletzung des Trommelfells.
Nicht immer ist die Reise schuld
Ein Druckgefühl im Ohr kann auch andere Ursachen haben: Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündungen oder Allergien. Auch Ohrenschmalzpfropfen oder Verspannungen im Kiefer- und Nackenbereich können eine Rolle spielen. Bei wiederkehrenden Beschwerden lohnt es sich daher, die Ursache genauer zu klären.
Gut vorbereitet im Flugzeug
• Lassen Sie bestehende Erkrankungen vor der Reise ärztlich abklären und überprüfen Sie Ihre Medikamente.
• Wenn Sie ein Hörgerät tragen, empfiehlt sich vorab eine Rücksprache mit dem Hersteller.
• Ein Sitzplatz in der Flugzeugmitte kann ruhiger sein, ein Gangplatz erleichtert das Aufstehen.
• Flugohrstöpsel sollten Sie bereits am Boden einsetzen.
• Achten Sie darauf, ausreichend zu trinken, damit die Schleimhäute feucht bleiben.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Skinny Fat – unterschätztes Risiko
Superschlank und füllig zugleich? Klingt widersprüchlich, ist aber gar nicht so selten und auch ziemlich gefährlich! Was steckt dahinter und wie kannst du gegensteuern? Apfel statt Birne Das Gewicht allein oder auch der BMI (Body Mass Index) sagen nicht viel...
Superschlank und füllig zugleich? Klingt widersprüchlich, ist aber gar nicht so selten und auch ziemlich gefährlich! Was steckt dahinter und wie kannst du gegensteuern?
Apfel statt Birne
Das Gewicht allein oder auch der BMI (Body Mass Index) sagen nicht viel aus. Vielmehr kommt es auf die Verteilung von Fett und Muskelmasse im Körper an. Ist der Fettanteil überdurchschnittlich hoch und gleicht deine Silhouette eher einem Apfel als einer Birne, spricht das für »Skinny Fat«. Wie du das genau feststellen kannst? Mit einer Körperanalyse und der WtHR-Methode (Waist-to-Height-Ratio), die Taillenumfang und Größe ins Verhältnis setzt. Dafür die Taille an der schmalsten Stelle messen und den Wert durch die Körpergröße in Zentimetern teilen. Ein Ergebnis über 0,5 gilt als bedenklich.
Detailliertere Auskunft gibt eine Körperanalysewaage oder besser noch die Bioelektrische Impedanz-Analyse (BIA). Über Elektroden wird schwacher Wechselstrom durch den Körper geleitet und der Widerstand gemessen. Da Gewebe, Wasser und Muskeln unterschiedlich leitfähig sind, gibt der Widerstand (Impedanz) Aufschluss über deren Anteil. Viele Apotheken bieten solche, übrigens absolut schmerzfreien Analysen an – frag mal nach! Faustregel: Bei Männern sollte der Körperfettanteil unter 25 Prozent, bei Frauen unter 30 Prozent liegen.
Fett ist nicht gleich Fett
Während Unterhautfettgewebe als harmlos gilt und wie eine Schutzschicht nach außen, etwa gegen Kälte, funktioniert, ist inneres Bauchfett bedenklich. Das sogenannte viszerale Fett legt sich um Organe wie Leber und Darm und ist hormonaktiv. Die Botenstoffe beeinflussen den Stoffwechsel, können Bluthochdruck und Diabetes begünstigen und zudem entzündliche Prozesse auslösen. Ein hoher Bauchfettanteil kann daher das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall, entzündliche Darmerkrankungen, Asthma und vermutlich auch Krebserkrankungen erhöhen.
Ursachen auf der Spur
Wie kommt es nun, dass schlanke Menschen ein Fettproblem haben? Verantwortlich sind (wie fast immer) zu wenig Bewegung und ungesunde Ernährung. Fehlt Bewegung, geht Muskelmasse verloren und Kalorien setzen schneller an. Insbesondere einfache Kohlenhydrate, etwa Weißmehlprodukte und Zucker, verstoffwechselt der Körper zu Fett und füllt die Depots an den kritischen Stellen. Aber auch einseitige Crash-Diäten sind gefährlich: Der Körper drosselt den Grundumsatz und bunkert Fett für schlechte Zeiten. Bei Frauen in den Wechseljahren kann der Mangel an weiblichen Geschlechtshormonen die Fettverteilung beeinflussen, vor allem wenn zugleich der Anteil männlicher Hormone steigt. Viele Frauen legen dann rund um den Bauch zu.
Weg mit dem Speck!
Wenn du Bauchfett zu Leibe rücken willst, kommt es auf eine ausgewogene Ernährung an – vor allem auf viele Ballaststoffe (Obst, Gemüse, Vollkornprodukte) und ausreichend Proteine (Magerquark, Käse, Geflügel, Hülsenfrüchte) für den Muskelaufbau. Ergänzend kannst du Proteinpulver oder -drinks aus der Apotheke einsetzen – das Team vor Ort berät dich kompetent!
Das A und O für den Muskelaufbau ist allerdings Bewegung, speziell Krafttraining. Ausdauersport wie Laufen, Radeln und Schwimmen ist grundsätzlich vorteilhaft, löst allein aber nicht das »Skinny Fat«-Problem. Es geht darum, gezielt Muskulatur rund um den Bauch aufzubauen und das Fett-Muskel-Verhältnis zu verbessern. Das erreichst du auch ohne Geräte, etwa mit Sit-ups, Planken und Seitstütz-Übungen, die du gut zu Hause machen kannst.
Tipp: Dazu gibt es viele Videos auf Social-Media-Kanälen! Am besten täglich zehn bis 15 Minuten trainieren. So bauen sich Muskeln auf, die deine Mitte modellieren und – das ist der Doppelnutzen – zugleich die Fettverbrennung anheizen!
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Schutz vor Sonne & Falten
Der Sommer ist da! Die steigenden Temperaturen und vermehrte Sonneneinstrahlung stellen die Haut vor große Herausforderungen – in jedem Alter. Mit 65plus sogar noch mehr als in jungen Jahren. Worauf kommt es bei der Pflege reifer Sommerhaut besonders an? Wir...
Der Sommer ist da! Die steigenden Temperaturen und vermehrte Sonneneinstrahlung stellen die Haut vor große Herausforderungen – in jedem Alter. Mit 65plus sogar noch mehr als in jungen Jahren. Worauf kommt es bei der Pflege reifer Sommerhaut besonders an? Wir verraten es Ihnen.
Tagescreme mit UV-Filter
Wird der Sommer eher heiter bis wolkig oder strahlend-schön? Warten wir es ab. Keine Überraschung sollte sein, dass Ihre Haut einen UV-Schutz braucht – und zwar immer, selbst bei bedecktem Himmel. Wolken können Sonnenstrahlen nun mal nicht aufhalten, auch wenn unsere Wahrnehmung anders sein mag. Mit einer guten Tagespflegecreme, die einen integrierten Lichtschutzfaktor (LSF) hat, liegen Sie also richtig. Denn reife Haut ist sonnenempfindlicher als eine Körperhülle, die noch jung ist. Warum ist das so?
Lichtschutzfaktor 50
Im Lauf des Lebens verändert sich die Haut. Zellen erneuern sich nicht mehr so schnell. Schützende Pigmente werden langsamer gebildet. Auch die Elastizität nimmt ab. Denn das Unterhautgewebe kann die Feuchtigkeit nicht mehr so gut speichern. Eine derart trockene Haut juckt und schuppt und kann sich gegen äußere Einflüsse immer schlechter wehren. So kommen viele Gründe zusammen, warum wir schneller einen Sonnenbrand bekommen, je älter wir werden. Die Gesichtspflege mit UV-Filter ist also an allen Tagen ein absolutes Muss.
Eine leichte Lotion reicht aber nicht aus, wenn der Sommerhimmel wolkenlos ist. Lichtschutzfaktor 50 sollte es sein. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten, welches Produkt für Sie das richtige ist.
Anti-Aging-Pflege
Speziell für die reife Haut gibt es Anti-Aging-Sonnencremes für Gesicht und Körper. Sie schützen in erster Linie vor Sonnenbrand und Hautkrebs, haben aber zusätzliche Inhaltsstoffe, die auf die Bedürfnisse lebenserfahrener Haut abgestimmt sind. Zu den bekanntesten Anti-Falten-Wirkstoffen zählen Hyaluronsäure, Urea und Vitamin E.
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Haut und gibt ihr ein glattes, ebenmäßiges Äußeres. Im Alter geht die Hyaluronsäure-Produktion in der Haut zurück. Dieser Mangel steht vielen ins Gesicht geschrieben: trockene Hautpartien und Knitterfalten. Pflegeprodukte, die mit Hyaluronsäure angereichert sind, geben der Haut, was sie vor allem im Sommer braucht: Viel Feuchtigkeit! Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Haut wirkt entspannt und geglättet.
Urea, ebenfalls ein körpereigener Baustoff, ist dafür da, Feuchtigkeit in den Hautschichten zu halten. Im Alter lässt dieses Speichervermögen nach. Tages- und Sonnencremes, die Urea enthalten, sind besonders für die raue, rissige Haut geeignet, die zu Ekzemen und Pigmentstörungen neigt. Die Hautbarriere wird gestärkt und ist gegenüber äußeren Einflüssen besser gewappnet.
Vitamin E ist anders als Hyaluronsäure und Urea. Im Vergleich zu den anderen beiden Faltenkillern können wir Vitamin E nicht selbst bilden und müssen es dem Körper geben. Vitamin E auf der Haut ist purer Zellschutz. Es wirkt einer Austrocknung entgegen und soll die Faltenbildung reduzieren. Haut, die gut durchfeuchtet ist, bekommt nicht so schnell einen Sonnenbrand.
Sonnencremes mit hautstraffenden Wirkstoffen und einem hohen UV-Filter bieten Sonnenschutz und Hautglättung in einem. Sie lassen sich optimal mit einer LSF-Tagespflegecreme kombinieren. Fragen Sie nach einer geeigneten Pflegeserie in Ihrer Apotheke.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Entlarvt: Die größten Schlafräuber
Friedlich schlummern, erholt aufwachen – für viele Menschen bloß ein schöner Traum. Sie wälzen sich lange hin und her, ehe sie zur Ruhe finden, oder wachen nachts mehrfach auf. Woran liegt das? Die häufigsten Schlafstörer decken wir hier für Sie...
Friedlich schlummern, erholt aufwachen – für viele Menschen bloß ein schöner Traum. Sie wälzen sich lange hin und her, ehe sie zur Ruhe finden, oder wachen nachts mehrfach auf. Woran liegt das? Die häufigsten Schlafstörer decken wir hier für Sie auf.
Tropennächte
Tagsüber 30 Grad, nachts sinkt das Thermometer nicht wesentlich. Puh, an Schlaf ist kaum zu denken und am nächsten Morgen fühlen wir uns wie gerädert. Mit dem Klimawandel müssen wir immer häufiger mit solch heißen Nächten rechnen. Also stellen wir uns drauf ein: In den frühen Morgenstunden lüften, tagsüber Schlafzimmer verdunkeln und die Hitze aussperren. Abends nur etwas Leichtes essen, nichts, was schwer im Magen liegt, und keinen Alkohol trinken – er stört das Durchschlafen. Bevor es ins Bett geht, lauwarm duschen, ein leichtes Leinen-Nachthemd kühlt und ist atmungsaktiv.
Stress
Jeder Dritte von uns schläft schlecht. Und die Hälfte der Betroffenen nennt als Schlafkiller Nummer eins den »eigenen Kopf«. Bei den einen sind es private Sorgen, die anderen nehmen beruflichen Stress mit ins Bett. Wie lässt sich dieses Grübelkarussell stoppen? Kneginja Richter, Professorin an der Technischen Hochschule Nürnberg, rät: »Zwei Stunden vor dem Schlafengehen negative Gedanken in einem Heft aufschreiben. Diese Notizen lassen Sie in einer Schublade außerhalb des Schlafzimmers verschwinden.« Noch ein Tipp: aufstehen, ruhige Musik hören oder ein Buch lesen – leichte Lektüre, keinen nervenaufreibenden Thriller. Auch die Natur hilft. Baldrian, Lavendel und Passionsblumenkraut beruhigen nachweislich das Nervensystem. Präparate mit Schlummerkräutern bekommen Sie in Ihrer Apotheke.
Licht und Lärm
Ob Straßenlaterne vor dem Schlafzimmerfenster oder Verkehrslärm – eine lebhafte Umgebung blockiert meist den Zugang zu unseren Träumen. Daher verbannen Sie möglichst alle grellen Lichtquellen aus dem Schlafzimmer – Wecker mit LED-Anzeige zur Wand drehen – und schließen Sie die Vorhänge. Melatonin, unser Schlafhormon, kann sich nur in der Dunkelheit voll entfalten – und in Ruhe. Fernseher am besten ganz ausschalten. Gegen Lärm, den Sie nicht selbst beeinflussen können, helfen Ohrstöpsel.
Schnarchen
In jedem zweiten Schlafzimmer wackeln nachts die Wände, weil der Partner schnarcht. Eine Belastungsprobe für die Beziehung und für die Gesundheit auch – und zwar von beiden. Der Schnarcher, der an einer schlafbezogenen Atmungsstörung leidet, bekommt zu wenig Sauerstoff – ein Stresszustand. Wer dem nächtlichen Sägekonzert »nur« zuhört, hat ein Ruhedefizit. Im Schnitt verliert der wachgehaltene Bettnachbar rund zwei Stunden wertvollen Schlaf pro Nacht. Ohrstöpsel oder getrennte Betten sind nur eine kurzfristige Lösung. Die Ursache des Schnarchens ist damit nicht behoben. Ein Hals-Nasen-Ohrenarzt kann helfen – in milden Fällen rät er zu einer Anti-Schnarchschiene, einem Spray oder einem Nasenspreizer aus Ihrer Apotheke.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Ach, daher kommt das …
Manche körperlichen Phänomene klingen kurios. Im Volksmund tragen sie Namen wie aus dem Märchen oder erinnern ans Tierreich. Woher stammen diese Bezeichnungen – und was steckt dahinter? Krähenfüße Ja, die feinen Falten an den äußeren Augenwinkeln sehen tatsächlich aus wie...
Manche körperlichen Phänomene klingen kurios. Im Volksmund tragen sie Namen wie aus dem Märchen oder erinnern ans Tierreich. Woher stammen diese Bezeichnungen – und was steckt dahinter?
Krähenfüße
Ja, die feinen Falten an den äußeren Augenwinkeln sehen tatsächlich aus wie zarte Abdrücke von Vogelkrallen. Sie entstehen durch unsere Mimik: Wenn wir lächeln, grinsen oder herzhaft lachen, ziehen sich die Augenmuskeln zusammen und lassen für einen Moment „Sehschlitze“ entstehen. Mit den Jahren vertiefen sich die strahlenförmigen Falten, weil die ohnehin dünne Haut rings um die Augen trockener wird und an Elastizität verliert. Was zunächst nur beim Lachen sichtbar ist, bleibt später auch im entspannten Zustand bestehen.
Krähenfüße im Gesicht sind zum Glück kein Grund zur Sorge – im Gegenteil: Sie verraten etwas über unser Naturell: Offenbar hatten wir schon viel Spaß im Leben.
Wer diese sympathischen Fältchen etwas mildern möchte, setzt auf reichhaltige Pflege: Naturkosmetische Augencremes und -seren mit Aloe vera oder Hyaluronsäure schenken Feuchtigkeit. Hochwertige Pflanzenöle etwa aus Wildrose, Olive oder Sesam wirken rückfettend und haben einen Anti-Aging-Effekt – für ein faltenfreieres Lachen.
Hühneraugen
Kleine, runde Verhornungen und in der Mitte bildet sich ein glasiger Kern. Die Ähnlichkeit mit dem Auge eines Hühnervogels ist verblüffend. Doch was so harmlos klingt, kann sehr schmerzhaft sein. Diese Schwielen auf den Zehen, medizinisch Clavus genannt, entstehen durch Druck und/oder Reibung. Zu enge oder auch schlechtsitzende Schuhe sind meist die Ursache – weg mit solchen Tretern. Schlüpfen Sie lieber in weite, luftige Sandalen und gehen Sie zu Ihrer Vor-Ort-Apotheke. Dort bekommen Sie salicylhaltige Tinkturen, die helfen sollen, die Verhärtungen aufzulösen. Speziell gepolsterte Hühneraugenpflaster haben einen Salbenkern, lindern den Druckschmerz sofort und nach wenigen Tagen können Sie die Hornstellen entfernen.
Hexenschuss
Hex, hex? Im Mittelalter vermuteten die Menschen, dieser blitzartige Stich im unteren Rücken sei durch den Pfeil einer Hexe verursacht. Wer unter Schmerz mit einem Buckel ging – wie eine Hexe – musste Opfer eines bösen Zaubers geworden sein. Heute wissen wir natürlich: Mit Magie hat „Lumbago“, wie Mediziner sagen, nichts zu tun. Vielmehr nehmen uns die Wirbel abrupte Bewegungen krumm – im wahrsten Sinn des Wortes. Sie verdrehen sich und klemmen die Bandscheiben ein. Dabei verspannen sich die Muskeln unter Umständen so hart, dass wir nicht mehr gerade stehen können. Wärme ist das Mittel der Wahl, um diese Verkrampfung zu lösen. Ein Bad mit Zusätzen aus Arnika und Beinwell ist eine Wohltat. Alternativ legen Sie sich einen Thermo-Umschlag mit Capsaicin aus der Pfefferschote oder mit selbsterwärmendem Eisenoxid auf die schmerzende Stelle. Im Yoga gibt es eine Position, die sanfte Linderung bei einem Hexenschuss verspricht: In Rückenlage die Beine auf einen Stuhl legen, sodass Ober- und Unterschenkel einen 90-Grad-Winkel bilden. Tief ein- und ausatmen.
Storchenbiss
Was für eine nette Geschichte: Diese rote, scharf umrandete Hautstelle im Nacken eines Neugeborenen soll der Beweis dafür sein, dass der Klapperstorch Ihnen Ihr Baby gebracht hat. Natürlich ein Mythos! Denn diese Art Feuermal (Naevus flammeus) entsteht in Wirklichkeit durch eine Erweiterung kleinster Blutgefäße. Dahinter steckt nur eine kleine Funktionsstörung, die sich in der Regel von ganz allein reguliert. Innerhalb der ersten Lebensjahre verblassen „Storchenbisse“ meist vollständig – ganz ohne Behandlung. Befindet sich diese rote Zeichnung auf einem Augenlid, sagt der Volksmund dazu übrigens auch „Engelskuss“.
Orangenhaut
Der Begriff ist seit den 1960er-Jahren geläufig und wurde geschaffen, um dieses Hautbild anschaulich zu beschreiben. Denn die Dellenbildung durch Fettzellen, die gegen das gitterartige Bindegewebe stoßen, hat Ähnlichkeit mit einer noppigen Orangenschale. Cellulite, wie der Mediziner sagt, betrifft fast 80 Prozent aller Frauen. Genetische Gründe tragen dazu bei, aber auch andere Faktoren. Rauchen, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung können Orangenhaut verstärken. Mit Muskelaufbau lässt sich in gewissem Maß gegensteuern. Eine straffere Haut an Oberschenkeln und Gesäß versprechen auch viele Pflegeprodukte. Achten Sie auf die Inhaltsstoffe: Birkenextrakte sollen neue Spannkraft verleihen und helfen, überschüssige Flüssigkeitsansammlungen abzutransportieren. Auch Weizenkeim und Schachtelhalm sagt man einen Straffeffekt nach. Hochwertige Anti-Cellulite-Öle aus Ihrer Vor-Ort-Apotheke dienen der Unterstützung nach durchblutungsfördernden Zupfmassagen und Wechselduschen.
Schnappfinger
Der Name beschreibt, was der Finger tut: Er bleibt beim Beugen stecken und springt ruckartig in die ausgestreckte Position. Vielfach ist dabei sogar ein schnappendes oder schnalzendes Geräusch zu hören. Ursache ist eine entzündliche Verdickung der Sehne, bedingt durch Verschleiß. Ein Schnappfinger, fachlich Tendovaginitis stenosans genannt, ist schmerzhaft und betrifft meist Frauen über 50. Begleitet ist diese Erkrankung häufig von Gicht, rheumatoider Arthritis oder Diabetes. Ärzte empfehlen Schonung und behandeln oft mit einer Schiene zur Ruhigstellung, manchmal mit einer OP.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Cool bleiben im Job
Hitzeschübe, Reizbarkeit, Erschöpfung – oft funken die typischen Beschwerden im Berufsleben mächtig dazwischen. Wie Frauen mit den Wechseljahren besser klarkommen und was Arbeitgeber dazu beitragen können. Mitten im Meeting wieder so eine fiese Hitzeattacke, die Bluse klebt schweißnass auf der...
Hitzeschübe, Reizbarkeit, Erschöpfung – oft funken die typischen Beschwerden im Berufsleben mächtig dazwischen. Wie Frauen mit den Wechseljahren besser klarkommen und was Arbeitgeber dazu beitragen können.
Mitten im Meeting wieder so eine fiese Hitzeattacke, die Bluse klebt schweißnass auf der Haut und nach einer schlaflosen Nacht liegen die Nerven sowieso blank … . Rund 70 Prozent der berufstätigen Frauen in den Wechseljahren fühlen sich im Job massiv beeinträchtigt, so zeigt es die deutschlandweite Online-Umfrage MenoSupport. Dabei könnten sie gerade jetzt (nochmal) richtig durchstarten – viele sind gut ausgebildet, berufserfahren und unabhängig, weil die Kinder eigene Wege gehen. Überdies werden Fachkräfte dringend gesucht. Ideale Bedingungen, theoretisch jedenfalls.
Rückzug statt Neustart
In der Praxis sieht es bei den knapp 5,5 Millionen betroffenen Frauen allerdings so aus: Etwa ein Viertel reduziert die Arbeitsstunden aufgrund von Wechseljahresproblemen, jede fünfte Frau ab 55 Jahren geht deswegen vorzeitig in Ruhestand. Ein Drittel ist aufgrund der Beschwerden schon mal krank geschrieben gewesen und/oder hat unbezahlten Urlaub genommen. Der wirtschaftliche Schaden durch den Rückzug aus dem Arbeitsleben wird in Deutschland auf 9,4 Milliarden Euro geschätzt.
Raus aus der Tabuzone
Laut MenoSupport leiden berufstätige Frauen in erster Linie an Erschöpfung, gefolgt von Schlafstörungen, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen und Hitzeschüben. Im Job sind Wechseljahre und damit verbundene Probleme allerdings ein Tabuthema, geben 52,3 Prozent der Frauen an. Dabei wäre ein offener Umgang der erste Schritt zur Lösung: Er sensibilisiert Arbeitgeber und Kollegen für diese Phase, die immerhin zehn bis 15 Jahre andauern kann. Auch kann/sollte er dazu führen, die Arbeitsbedingungen und -atmosphäre frauenfreundlicher zu gestalten.
Sichere Orte am Arbeitsplatz
Neben mehr Verständnis und Rücksichtnahme kommt es auf konkrete Maßnahmen an. Dazu gehören klimatisierte Räume, großzügige, mit Toilettenartikeln ausgestattete sanitäre Anlagen und Rückzugsmöglichkeiten. Sogenannte „Safe Spaces“ sind sichere Orte, an denen sich Frauen in Ruhe frisch machen, Wäsche wechseln und auch mal entspannen und auftanken können.
Flexible Zeiten & Homeoffice
Was sich Betroffene laut MenoSupport-Umfrage außerdem wünschen und erhoffen: Ganz oben auf der Liste stehen flexiblere Arbeitszeitmodelle und Homeoffice-Regeln. Weiterhin kommen Entspannungskurse (Yoga, Autogenes Training) und Ernährungsberatung gut an, etwa im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Letztlich wünschen sich Frauen geschulte Betriebsärzte oder Ansprechpersonen, etwa Wechseljahresbeauftragte (gibt’s in einigen Betrieben bereits). Sie können Anlaufstelle sein und in persönlichen Gesundheitsfragen beraten. Denn obwohl sich die Kompetenz niedergelassener Frauenärzte in puncto Wechseljahre verbessert hat, nehmen viele die Beschwerden immer noch nicht ernst. Dabei kann die Medizin – von pflanzlichen Mitteln aus der Apotheke bis zur individuell abgestimmten Hormontherapie – helfen, diese Phase cool zu meistern, auch im Job!
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Belastungsinkontinenz: Was hilft?
Ein kurzer Huster, ein kräftiges Lachen, Treppensteigen oder Sport – und plötzlich geht ungewollt Urin verloren. Viele Betroffene kennen diese Situation, sprechen aber aus Scham nicht darüber. Dabei ist die sogenannte Belastungsinkontinenz ein häufiges urologisches Thema und in vielen Fällen...
Ein kurzer Huster, ein kräftiges Lachen, Treppensteigen oder Sport – und plötzlich geht ungewollt Urin verloren. Viele Betroffene kennen diese Situation, sprechen aber aus Scham nicht darüber. Dabei ist die sogenannte Belastungsinkontinenz ein häufiges urologisches Thema und in vielen Fällen gut behandelbar.
Was ist Belastungsinkontinenz?
Bei einer Belastungsinkontinenz kommt es zu Urinverlust, wenn der Druck im Bauchraum steigt. Das passiert zum Beispiel beim Niesen, Husten, Lachen, Heben schwerer Gegenstände oder bei körperlicher Aktivität. Anders als bei der Dranginkontinenz steht meist kein plötzlich starker Harndrang im Vordergrund. Ursache ist häufig, dass der Verschlussmechanismus der Harnröhre und/oder die Beckenbodenmuskulatur dem Druck nicht ausreichend standhalten können.
Frauen sind besonders häufig betroffen, etwa nach Schwangerschaften, Geburten, hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren oder bei einer Bindegewebsschwäche. Auch Männer können eine Belastungsinkontinenz entwickeln, zum Beispiel nach Eingriffen an der Prostata.
Typische Auslöser und Risikofaktoren
Belastungsinkontinenz kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden:
- geschwächter Beckenboden,
- Schwangerschaft und Geburt,
- hormonelle Veränderungen,
- Übergewicht,
- chronischer Husten,
- schwere körperliche Belastung,
- Operationen im Beckenbereich oder an der Prostata.
Warum eine Abklärung sinnvoll ist
Auch wenn Belastungsinkontinenz häufig vorkommt, sollte sie nicht einfach hingenommen werden. In der urologischen Praxis kann geklärt werden, welche Form der Inkontinenz vorliegt und welche Behandlung sinnvoll ist. Dazu gehören in der Regel ein ausführliches Gespräch, eine körperliche Untersuchung, eine Urinuntersuchung und bei Bedarf weitere diagnostische Schritte.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Die Therapie richtet sich nach Ursache und Ausprägung der Beschwerden. Häufig beginnt die Behandlung mit konservativen Maßnahmen. Dazu zählen gezieltes Beckenbodentraining, physiotherapeutische Anleitung, Gewichtsreduktion bei Übergewicht sowie Anpassungen im Alltag. Wichtig ist: Beckenbodentraining wirkt am besten, wenn es korrekt erlernt und regelmäßig durchgeführt wird.
Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen, können weitere Therapien infrage kommen. Dazu gehören je nach Befund Hilfsmittel, medikamentöse Ansätze oder operative Verfahren. Welche Möglichkeit geeignet ist, wird individuell besprochen.
Nicht abfinden – ansprechen lohnt sich
Belastungsinkontinenz ist kein persönliches Versagen und kein Thema, das man verschweigen muss. Wer Beschwerden frühzeitig anspricht, kann Lebensqualität zurückgewinnen und passende Unterstützung erhalten. Eine urologische Abklärung ist daher ein wichtiger erster Schritt.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Wann zur Augen-Vorsorgeuntersuchung?
Gutes Sehen ist ein wichtiger Teil der Lebensqualität. Viele Augenerkrankungen entwickeln sich jedoch schleichend und verursachen anfangs keine Beschwerden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt können helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen – bevor das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigt wird. Vorsorge beginnt schon im...
Gutes Sehen ist ein wichtiger Teil der Lebensqualität. Viele Augenerkrankungen entwickeln sich jedoch schleichend und verursachen anfangs keine Beschwerden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt können helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen – bevor das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigt wird.
Vorsorge beginnt schon im Kindesalter
Bei Kindern geht es vor allem darum, Sehschwächen oder Schielen früh zu erkennen. Bleiben solche Probleme unbehandelt, kann sich eine sogenannte Amblyopie entwickeln – eine Sehschwäche, bei der ein Auge nicht richtig sehen lernt. Denn je früher Sehprobleme behandelt werden, desto besser sind die Chancen für eine normale Sehentwicklung. Bei erhöhtem Risiko, zum Beispiel familiären Augenerkrankungen oder Frühgeburt, kann eine augenärztliche Untersuchung bereits im Säuglingsalter sinnvoll sein. Für alle Kinder wird eine Kontrolle im Kleinkindalter empfohlen.
Ab 40 Jahren: Glaukom und Sehfähigkeit im Blick behalten
Ab etwa dem 40. Lebensjahr steigt das Risiko für bestimmte Augenerkrankungen, besonders für den Grünen Star, auch Glaukom genannt. Dabei kann der Sehnerv geschädigt werden, ohne dass Betroffene es zunächst bemerken. Wichtig ist: Eine reine Augeninnendruckmessung reicht für eine vollständige Glaukom-Vorsorge nicht aus. Entscheidend ist immer auch die Beurteilung des Sehnervs.
Auch für Verkehrsteilnehmer kann ein Augenarzt-Check ab 40 sinnvoll sein, da sich Sehschärfe, Kontrastsehen oder Blendempfindlichkeit verändern können.
Risikofaktoren: Wer früher oder häufiger gehen sollte
Frühere oder engmaschigere Kontrollen sind sinnvoll bei:
- Diabetes mellitus,
- Bluthochdruck oder Gefäßerkrankungen,
- familiärer Vorbelastung für Glaukom oder Netzhauterkrankungen,
- stärkerer Kurzsichtigkeit,
- langfristiger Einnahme bestimmter Medikamente, etwa Kortison,
- bereits bekannten Augenerkrankungen.
Bei Diabetes sind regelmäßige Netzhautkontrollen besonders wichtig, da diabetische Veränderungen lange unbemerkt bleiben können. Bei stärkerer Kurzsichtigkeit kann außerdem eine Netzhautuntersuchung sinnvoll sein, um Risiken wie Netzhautlöcher oder Netzhautablösungen frühzeitig zu erkennen.
Ab 60 Jahren: Netzhaut und Makula kontrollieren
Ab etwa dem 60. Lebensjahr rücken altersbedingte Erkrankungen wie die Makuladegeneration stärker in den Fokus. Sie kann das zentrale Sehen beeinträchtigen und sollte früh erkannt werden.
Bei Beschwerden nicht abwarten
Plötzliche Sehverschlechterung, Lichtblitze, Schatten im Gesichtsfeld, verzerrtes Sehen, Doppelbilder oder starke Augenschmerzen sollten zeitnah augenärztlich abgeklärt werden. Vorsorge ersetzt keine Garantie für dauerhaft gutes Sehen. Sie kann aber helfen, Erkrankungen früher zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Sonnenschutz für Kinder
Schatten, Shirt oder Sonnencreme – was schützt Kinder im Sommer am besten? Hier erfährst du, warum es auf die richtige Kombination ankommt, was der UV-Index verrät und weshalb Babys besonderen Schutz brauchen. Sonne auf der Nase, Sand an den Füßen,...
Schatten, Shirt oder Sonnencreme – was schützt Kinder im Sommer am besten? Hier erfährst du, warum es auf die richtige Kombination ankommt, was der UV-Index verrät und weshalb Babys besonderen Schutz brauchen.
Sonne auf der Nase, Sand an den Füßen, Wasser in Sichtweite – für Kinder klingt das nach perfekten Ferien. Gleichzeitig fordert die Sonne ihre Haut ganz schön heraus. Sie ist dünner und empfindlicher als bei Erwachsenen und reagiert schneller auf UV-Strahlen. Vor allem Sonnenbrände sollen in Kindheit und Jugend möglichst nie passieren. Die Haut vergisst nichts und zu viel UV-Strahlung in jungen Jahren erhöht das Risiko für spätere Schäden.
Schatten sticht Sonne
Die wichtigste Regel klingt unspektakulär, wirkt aber am besten: Schatten schlägt Sonnencreme. Gerade Babys sollen gar nicht erst in die direkte Sonne. Im ersten Lebensjahr stehen Sonnenschirm, luftige Kleidung, ein Hut mit Nackenschutz und ein geschützter Platz im Vordergrund. Sonnencreme ersetzt Kleidung und Schatten nicht.
Cappy, Creme, clever kombiniert
Auch bei größeren Kindern bleiben Sonnenschutzmittel Teamplayer, nicht Solokünstler. Ein T-Shirt, ein Hut oder Cappy, Pausen im Schatten und Sonnenschutz zum Auftragen ergänzen sich ideal. Ob als Milch, Lotion oder Spray – sie schützen alle Stellen, die frei bleiben, und gehören deshalb unbedingt dazu. Für Kinder eignen sich Produkte mit hohem Lichtschutzfaktor sowie Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen, mindestens LSF 30. Im Hochsommer, am Meer, im Gebirge oder am Wasser darf es ruhig mehr sein. Denn genau dort legt die Sonne oft einen Zahn zu. Sand, Wasser und Höhe verstärken die UV-Strahlung zusätzlich.
Ab jetzt wird’s ernst
Ein guter Orientierungspunkt ist der UV-Index. Schon ab einem Wert von 3 lohnt sich Sonnenschutz. Steigt der Wert hoch an, sind längere Aufenthalte in der Sonne keine gute Idee mehr. Gerade rund um die Mittagszeit ist die Strahlung besonders intensiv – jetzt tut eine Pause im Schatten gut. Auch wenn Wolken den Himmel bedecken, bleibt die UV-Strahlung aktiv. Die Haut bekommt also mehr ab, als viele vermuten.
Leicht zu vergessen und doch wichtig: Auch Kinderaugen brauchen Schutz. Eine Sonnenbrille mit gutem UV-Filter gehört deshalb ins Feriengepäck. So bleibt vom Sommertag genau das hängen, was hängen bleiben soll: Eisflecken am T-Shirt, Sand an den Füßen und gute Laune – aber bitte kein Sonnenbrand.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Pickel-Alarm? Hautpflege bei Akne
Unreine Haut ist bei Jugendlichen weit verbreitet. Vor allem Akne kann belastend sein – körperlich und seelisch. Die gute Nachricht: Es gibt Wege, um die Haut wieder ins Gleichgewicht zu bringen. An manchen Tagen wird jeder Blick in den Spiegel...
Unreine Haut ist bei Jugendlichen weit verbreitet. Vor allem Akne kann belastend sein – körperlich und seelisch. Die gute Nachricht: Es gibt Wege, um die Haut wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
An manchen Tagen wird jeder Blick in den Spiegel zur Mutprobe. Und garantiert sprießen die Pickel wieder genau dann, wenn man sie am allerwenigsten gebrauchen kann! Ob Termin fürs Klassenfoto, Vorstellungsgespräch fürs Praktikum oder gar das erste Date – Akne verdirbt einfach alles. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass kaum jemand von den lästigen Pickeln verschont bleibt: Etwa 70 bis 95 Prozent aller Jugendlichen bekommen irgendwann in der Pubertät Akne. Und das ist viel mehr als nur ein Hautproblem. Die Pickel belasten auch das Selbstbewusstsein, die Seele leidet.
Warum Pickel entstehen
In der Pubertät stellen die Hormone vieles auf den Kopf – auch die Haut. Androgene kurbeln die Talgdrüsen an, mehr Hautfett zu produzieren. Wenn dieses Fett zusammen mit verhornten Hautzellen die Poren verstopft, entstehen Mitesser. Entzünden sich diese, entwickeln sich Pickel oder Pusteln. Besonders betroffen sind Gesicht, Rücken, Brust und Schultern.
Akne ist nicht gleich Akne
Hautärzte unterscheiden verschiedene Formen der Akne. Bei der leichten, nicht entzündlichen Form bilden sich weiße (geschlossene) oder schwarze (offene) Mitesser. Die Verfärbung liegt übrigens nicht an Schmutz – Akne hat rein gar nichts mit mangelnder Hygiene zu tun – sondern am Hautfarbstoff Melanin, der sich mit dem Sauerstoff in der Luft verbindet. Mittelschwere Akne macht sich mit deutlich mehr Pickeln bemerkbar, stärker entzündete Knötchen werden als Papeln oder Pusteln mit Eiteransammlung bezeichnet. Bei schweren Formen zeigen sich sehr viele Papeln und Pusteln sowie größere Knoten; nach dem Abheilen bleiben häufig Aknenarben zurück.
Hilfe zur Selbsthilfe
Eine konsequente Hautpflege ist der erste Schritt im Kampf gegen Akne. Lauwarmes Wasser und milde, seifenfreie Produkte mit einem pH-Wert von 5,5 reinigen die Haut sanft. Zur Pflege eignen sich fettfreie, feuchtigkeitsspendende Gele und Lotionen. Am besten lässt du dich in deiner Apotheke vor Ort zu Pflegeserien und Make-up beraten. Wichtig in puncto Pflege ist der Sonnenschutz – auch hier am besten fettfreie Produkte wählen. Aus der Apotheke der Natur kann verdünntes Teebaumöl helfen (ein Tropfen auf einen Teelöffel Wasser), das auf betroffene Stellen aufgetupft wird. Kamillen-Dampfbäder und Heilerde-Masken wirken hautberuhigend. Auch wenn es schwerfällt – Pickel nicht ausdrücken, das verschlimmert Entzündungen und fördert Narben. Überlasse dies unbedingt Fachleuten, die im medizinischen Kosmetikstudio oder der Hautarztpraxis eine sogenannte Aknetoilette durchführen können.
Medizinische Unterstützung
Schwere Akne ist ein Fall für Dermatologen. Sie können unter anderem mit verschreibungspflichtigen Cremes, die beispielsweise Retinoide enthalten, und Antibiotika helfen. Junge Frauen profitieren manchmal von der Einnahme eines bestimmten Antibabypillen-Präparats. Gut zu wissen: Die Erfolge solcher Behandlungen werden oft erst nach einigen Wochen oder Monaten sichtbar. Dranbleiben lohnt sich also!
Was sonst noch nutzt
Auch wenn Akne nicht allein ernährungsbedingt ist, solltest du deine Essgewohnheiten überprüfen. So können zuckerreiche Lebensmittel und Fast Food die Talgproduktion anregen. Milchprodukte zu reduzieren, kann ebenfalls einen Versuch wert sein. Bevorzuge reichlich frisches Gemüse und Obst und trinke etwa zwei Liter Wasser täglich. Ob zwischen Rauchen und Akne ein Zusammenhang besteht, ist noch unklar – den Glimmstängel endgültig auszudrücken, ist aber immer ein Vorteil für die Gesundheit.
Fazit: Mit konsequenter Pflege, professioneller Hilfe und ein wenig Geduld kann sich das Hautbild deutlich bessern – für einen wieder selbstbewussten Blick in den Spiegel.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Linke Hände – 5 Mythen
Was haben Berühmtheiten wie Julia Roberts, Barack Obama und Henry Maske gemeinsam? Sie sind Linkshänder. Doch gelten sie deshalb als intelligenter, kreativer oder sportlicher als Rechtshänder? Über »Lefties« kursieren allerhand Mythen. Was davon ist wahr und was ist falsch? Mythos...
Was haben Berühmtheiten wie Julia Roberts, Barack Obama und Henry Maske gemeinsam? Sie sind Linkshänder. Doch gelten sie deshalb als intelligenter, kreativer oder sportlicher als Rechtshänder? Über »Lefties« kursieren allerhand Mythen. Was davon ist wahr und was ist falsch?
Mythos 1
Linkshänder sind künstlerisch begabt.
Die Behauptung hält sich wacker. Schließlich wird sie gestützt durch große Namen wie Mozart, Picasso oder auch Jimi Hendrix und Karl Lagerfeld – allesamt Linkshänder und herausragend kreative Köpfe.
Noch dazu geht die Wissenschaft davon aus, dass bei Sinistralität, so der Fachbegriff für Linkshändigkeit, die rechte Hirnhälfte dominiert. Sie steht unter anderem für Kreativität und Empathie. Ist die linke Hand aktiv, kommt unser bildhaftes Denken in Schwung. Daher sagt man Linkshändern mehr Fantasie und Feingefühl nach. Rechtshänder hingegen, bei denen die linke Hemisphäre stärker ausgeprägt ist, gelten als Analytiker, die praktisch an die Sachen herangehen.
Nichtsdestotrotz ist die Präferenz für die linke Hand keine Garantie für künstlerische Begabung – dafür spielen durchaus mehr Faktoren eine Rolle.
Mythos 2
Linkshänder haben einen höheren IQ.
Albert Einstein, Issac Newton und Leonardo da Vinci – als Geistesgrößen sind sie in die Geschichte eingegangen. Und sie schrieben ihre Werke mit links. Zufall? Ja, meint einer der weltweit bekanntesten Händigkeitsforscher Chris McManus vom University College London. Bei 11.000 untersuchten Links- und Rechtshändern war der durchschnittliche Intelligenzquotient nahezu identisch – auf den ersten Blick. Denn sobald er seinen Fokus auf die Extreme warf, stellte sich heraus, dass es sowohl bei den Hochbegabten als auch bei Leistungsschwachen auffallend viele Linkshänder gab. Übrigens war auch der Serienmörder Jack the Ripper ein Linkstäter. Die Bandbreite scheint also groß zu sein.
Mythos 3
Linkshänder sind tolpatschig.
Nicht unbedingt. Trotzdem seien sie überproportional in Unfälle verwickelt. Warum? Das erklärt der Biopsychologe und Co-Autor der Linkshänder-Studie an der MSH Medical School Hamburg, Sebastian Ocklenburg, so: »Unsere Welt ist auf Rechtshänder ausgerichtet, insbesondere bei Maschinen, Apparaturen und Arbeitsgeräten. Alarmknöpfe in der Industrie sind häufig rechts platziert.«
Und dass sich linkshändige Kinder schwertun, haptische Fertigkeiten wie Stricken, Häkeln, Schleifebinden zu lernen, liegt nicht daran, dass sie sprichwörtlich zwei linke Hände haben. Sondern: Ihre »Lehrer« sind meistens Rechtshänder. Zum Basteln sollten Eltern ihren kleinen »Lefties« eine Linkshänderschere besorgen. Glücklicherweise hat sich inzwischen ein Markt dafür entwickelt. Sogenannte Linkshänderläden bieten Menschen, die alles mit links machen, eine ganze Reihe an Alltagshelfern an. Vom Dosenöffner, Füller bis zur PC-Maus gibt es kaum noch einen Gegenstand, der nicht auf links gedreht wurde.
Mythos 4
Linkshänder sind die besseren Sportler.
Nein, das muss nicht sein. Aber sie haben gewisse Vorteile. Denn welcher rechtshändige Gegner rechnet schon mit einem Schlag von links? Diesen Überraschungseffekt können sich Linkshänder zunutze machen. Bestes Beispiel: Timo Boll, mehrfacher Olympia- und Europameister im Tischtennis. Kaum jemand konnte seine linke Rückhand kontern.
Mythos 5
Linkshändigkeit liegt in den Genen.
Das stimmt. Ein spezielles Gen dafür gibt es zwar nicht, doch Linkshändigkeit ist angeboren und vererbbar – und zwar zu mehr als 25 Prozent. Interessant ist, dass laut Studien auch andere Faktoren eine Rolle spielen, etwa die Jahreszeit, in die wir hineingeboren werden. Manche Wissenschaftler vermuten sogar einen Zusammenhang mit dem Geburtsgewicht und dem Geschlecht. Demnach sollen leichte Babys und vorrangig Jungs, die im Winter Geburtstag haben, die Neigung zur Sinistralität haben.
Mit etwa zehn Prozent sind Linkshänder zwar gesellschaftlich in der Unterzahl, doch längst keine »Linkischen« mehr. Die erzwungene Umschulung zur Rechtshändigkeit ist seit den 1990er-Jahren zum Glück vorbei und gilt heute juristisch gesehen als Körperverletzung.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Aromatherapie in der Pflege
Ob zur Steigerung des Wohlbefindens oder zur Linderung von Erkrankungen – die Aromatherapie bietet ein enormes Wirkspektrum und hat sich auch in Kliniken, Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen bewährt. Inwiefern? Wer hat nicht schon erlebt, wie der zarte Duft von Rosen so...
Ob zur Steigerung des Wohlbefindens oder zur Linderung von Erkrankungen – die Aromatherapie bietet ein enormes Wirkspektrum und hat sich auch in Kliniken, Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen bewährt. Inwiefern?
Wer hat nicht schon erlebt, wie der zarte Duft von Rosen so herrlich beruhigend wirkt oder ein Hauch von Vanille unser Herz berührt? Düfte gelangen direkt ins Gehirn und wirken dort im limbischen System, dem Zentrum für Emotionen und Erinnerungen. Sie beeinflussen die Bildung von Serotonin und anderen Glückshormonen. Dies ist wissenschaftlich erwiesen, und die Aromatherapie auf Basis ätherischer Öle fristet längst kein Nischendasein mehr. Neu ist allerdings der Einsatz dieser Düfte in Kliniken, Heimen und Hospizen.
Wohlriechende Begleiter
Werden ätherische Öle, also hochkonzentrierte Duftstoffe aus Pflanzenteilen, in der Pflege genutzt, sprechen wir von Aromapflege. Anders als eine Aromatherapie, die nur Ärzte und Heilpraktiker mit Zusatzausbildung durchführen dürfen, zielt sie nicht auf die Behandlung bestimmter Krankheitsbilder ab, sondern auf die Verbesserung des Wohlbefindens der Patienten. Sie wird begleitend zu medizinischen und pflegerischen Maßnahmen eingesetzt – von der Raumbeduftung über Bäder bis zu Massagen. Dafür absolvieren Pflegepersonen entsprechende Kurse in der Aus- oder Fortbildung.
Sie wecken Erinnerungen
Aktuell belegt eine Untersuchung von Krankenkassen in deutschen Pflegeheimen, dass der Einsatz von Aromen sowohl den Bewohnern als auch dem Pflegepersonal guttut. So soll Raumduft mit Lemongrass die Stimmung verbessern und Menschen, die teilnahmslos wirken, aus der Lethargie holen. Lavendel beruhigt rastlose Bewohner und lindert erwiesenermaßen Ängste. Auch zur Einschlafförderung ist dieser blumig-aromatische Duft das Aroma der Wahl. Darüber hinaus belegt eine polnische Studie, dass Lavendelöl in der Raumluft sogar antibakteriell gegen gefährliche Krankenhauskeime wirken kann. Ein Duft hat eben mehr als nur eine Wirkung. Auch reagieren Menschen unterschiedlich: Bei einigen weckt Vanille schöne Kindheitserinnerungen, vermittelt Geborgenheit und Sicherheit. Andere verbinden diese Gefühle eher mit dem Duft von Rosen oder Melisse. Verschiedene »Duftgedächtnisse« anzusprechen, erfordert Sensibilität und Kompetenz der Pflegepersonen.
Für alle Sinne
Besonders intensiv wirken Düfte in der Verbindung mit sanfter Berührung, etwa bei Massagen. Erste Ergebnisse einer Studie des Uniklinikums Tübingen zeigen, dass Hand- und Unterarmeinreibungen mit Lavendelöl bei Demenzpatienten innere Unruhe lindert und ihnen ruhigere Nächte beschert. Außerdem verleihen ätherische Öle dem Raumklima eine besondere Note, wenn sie sich etwa in Diffusoren, Duftlampen oder auf Duftsteinen in der Luft verteilen. Einige Tropfen ausgewählter Öle werden für Kompressen, Wannen-, Sitz- und Fußbäder und zur Hautpflege, etwa in der Körperlotion, eingesetzt.
Hinweise für die Anwendung
Auch pflegende Angehörige können Aromen nutzen und (nebenbei) selbst von den wohltuenden Düften profitieren. Allerdings gibt es einige Regeln zu beachten: Verwenden Sie nur hochwertige, zu 100 Prozent reine ätherische Öle aus Ihrer Apotheke. Um Reizungen und allergische Reaktionen zu vermeiden, tragen Sie sie nie pur auf die Haut auf – Lavendelöl bildet hier eine Ausnahme.
Für ein Massageöl mischen Sie beispielsweise 20 Tropfen Lavendelöl mit 100 Milliliter Mandel- oder Jojobaöl. Im Badewasser entfalten ätherische Öle nur in Verbindung mit einem Emulgator, etwa einem Pflanzenöl, ihre Wirkung. Auf Nummer sicher gehen pflegende Angehörige daher mit fertigen Aromapflege-Produkten aus der Apotheke – hier stimmen die Qualität der Öle und deren Dosierung in Massageölen, Körperlotionen und Badeessenzen.
So wirken ätherische Öle
- Stimmungsaufhellend: Bergamotte, Orange, Rose.
- Aktivierend: Lemongrass, Minze, Rosmarin.
- Schlaffördernd: Lavendel, Melisse, Neroli.
- Antibakteriell: Eukalyptus, Oregano, Teebaum.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de